Cuxhaven 2009
Frische Seebrise
Es war die 3. Marathonveranstaltung in Cuxhaven und von Jahr zu Jahr verbessern sich die Veranstalter.
Bei den voran gegangen Veranstaltungen bin ich jeweils den Halbmarathon gelaufen und diesmal habe ich mich auf die lange Strecke getraut. Getraut deshalb, weil es über 4 Runden geht und ich keine Erfahrung mit solchen Läufen hatte.
Die 10km Läufer wurden schon um 09:30 Uhr auf die Strecke geschickt und zwischendurch fanden auch noch ein paar Bambiniläufe statt.
Um 11 Uhr ging es für die Halb- und Marathonläufer auf die Strecke. Nach dem Start lief man von der Innenstadt in Richtung Hafen. Vorbei am Aussichtspunkt „Alte Liebe“ setzte sich die Strecke entlang der Elbe am Fährhafen und der Grimmershörnbucht fort. Die Bucht ist der Grünstrand von Cuxhaven und lädt zum spazierengehen ein. Der angekündigte Westwind zeigte sich auf der ersten Runde hier noch von seiner netten Seite.
Am Wahrzeichen der Stadt Cuxhaven, der Kugelbake, wurde links abgebogen und bei herrlichem Sonnenschein ging es ein kurzes Stück am Sandstrand bis zum Wendepunkt entlang. 100m nach dem Wendepunkt wurde das erste Mal der Deich überquert und man lief jetzt Deichinnenseite bis zur Innenstadt. Überrascht war ich doch von der Vielzahl an Zuschauern, was wohl auch an dem sehr guten Wetter lag.
Wir passierten zum ersten Mal die Start/Ziellinie und es kam doch sehr gute Stimmung auf. Die zweite Runde , bedingt durch die Halbmarathonis, war doch noch einiges auf der Strecke los.
Beim 2ten Durchlaufen des Zielbereiches verabschiedeten sich die Halbmarathonis und es wurde merklich leerer auf der Strecke. Alle paar Hundertmeter traf man auf einen Läufer und zu allem Überfluss kam jetzt der angesagte Westwind
Gegen Ende der 3. Runde konnte ich ein paar Halbamarathonis überholen, dann ab durch den Zielbereich und auf die letzte und schwerste Runde.
Olaf, ein guter Bekannter von mir, lief die 10 km und hatte mir versprochen, mich auf der letzten Runde zu unterstützen. Der Wind ist zum Schluss immer stärker geworden. Ein wenig Motivation war jetzt von Nöten, denn die letzten 7 km wurden eine ganz schwere Aufgabe. Da zu diesem Zeitpunkt das Feld sehr weit auseinander war, musste man den Spaziergängern ausweichen bzw. am Strand laut rufen, damit man durch kam. Dies wäre der einzige Kritikpunkt an die Veranstalter, denn Marathon laufen war am Strand nicht richtig möglich. Zu allem Überfluss wurde ich noch von einem Spaziergänger angerempelt und er brachte mich doch ein wenig aus dem Rhythmus.
Bei km 38 wollten meine Beine nicht mehr und so bekam ich an den Innenseiten Krämpfe. Das war´s, dachte ich, du musst dem hohem Anfangstempo Tribut zollen. Was versuchst du auch mit den Halbmarathonis mitzuhalten.
Olaf feuerte mich weiter an und wir versuchten die Krämpfe raus zu laufen. Ein wenig Kühlung und es würde gehen, also Wasser auf die Oberschenkel und die letzten 2 km bis zum Ziel gingen wieder.
Die letzte Kurve, noch 100m bis zur neuen Bestzeit und mit 3:16:12h war sie dann auch erreicht.
Im Ziel fiel ich Olaf um den Hals und dankte ihm für die Unterstützung. Ohne ihn hätte ich es nicht geschafft. Vielen Dank!
Meine Frau und mein Vater warteten im Ziel und so konnten wir nach 5 Wochen schon wieder eine PB feiern.
