Bremerhaven 2009
Es sollte ein Trainingslauf werden und er wurde es auch.
2 Stunden vor dem Start war ich in Bremerhaven und habe mir in aller Ruhe die Startunterlagen abgeholt. Alles ging relativ schnell und reibungslos. So hatte ich jede Menge Zeit und deshalb sah ich mich ein wenig um.
Ich stieß auf den ein oder anderen Bekannten, die sich auf die unterschiedlichen Strecken vorbereiteten. Mit einem hatte ich mich dann auf eine Zeit vereinbart und wir wollten unter 3:30h laufen. Noch ein paar Schwätzchen und wir stellten uns in den Startbereich. Punkt 18 Uhr fiel der Startschuss und es ging auf die erste von 4 Runden. Bedingt durch die HM- u. 10km-Läufer war Zuschauertechnisch noch einiges los an der Strecke. Ich hatte meinen Spaß und unterhielt mich mit meinem Mitläufer. Der Weg zum nördlichem Wendepunkt war noch recht abwechslungsreich, aber der Streckenabschnitt zum südlichen eher langweilig. Der erste Durchlauf bei Start und Ziel war schon sehr stimmungsreich, aber das sollte sich noch ändern.
Es ging auf die 2te Runde und mein Laufkollege Jürgen bekam deutliche Luftprobleme, so das er mich ziehen lassen musste. Ich versuchte meinen unter 5 min. Schnitt zu halten. An den jeweiligen Wendepunkten sah ich ihn noch kurz.
Schnell fand ich neue Begleiter. Es war ein Vater (Bodo Lange) mit seinem Sohn aus Duisburg. Wir unterhielten uns über dies und das und so liefen wir diese Runde einen Teil gemeinsam. Der 2te Durchlauf bei Start und Ziel war stimmungstechnisch super, es lag wohl eher an den einlaufenden Halbmarathonis.
Die 3te Runde und die aus Vater und Sohn bestehende Gruppe war nur noch Vater, denn sein Sohn ließ abreißen. So lief ich mit Bodo weiter. Wir hatten ähnliche Zeiten vor Augen und so erzählte er mir, dass er Jubi-Mitglied in Berlin ist und er dort an den Weltmeisterschaften 10km teilnehmen möchte.
Es ging das letzte Mal durch Start und Ziel und unser Fahrplan hielt an. Bei km 35 ließ Bodo es dann kürzer angehen, denn sein Ziel lag knapp unter 3:30h und wir waren bis dato auf 3:25h unterwegs. So machte ich mich auf die letzten km und lief dann bei nicht mehr so toller Stimmung mit 3:26:41h ins Ziel. Diesmal hatte ich mir vorgenommen, mit den Zuschauern die Welle beim Einlauf zu machen, aber es waren nicht mehr genügend da. Bodo hat es dann doch in 3:29:19h geschafft und ich wartete im Ziel auf ihn, um gleich als Erster zu gratulieren. Sein Sohn kam mit 3:36h ins Ziel. Bodo gewann seine AK im Alter von 69 Jahren! Glückwunsch an die Beiden.
Leider gab es auch einen Wehrmutstropfen, denn die Verpflegung auf der Strecke hatte eine komische Aufteilung. Auf den ersten 5km, der jeweiligen Runde waren die Abstände sehr gut. Wir hatten dann bei km 4,5 , 5 und 5,5 jeweils einen Getränkestand und den einzigen auf der 2ten Hälfte gab es erst bei km 9,5 wieder und so kam man dann in eine kleine Unterversorgung.
