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Langelner Hügelgräber Marathon

Berlin Marathon 2010

26.09.2010

 

Es war wieder soweit, zum vierten Mal hintereinander stand ich im Startblock des Berlin Marathons und zum ersten Mal regnete es.
 
Doch fangen wir mit der Anreise am Freitag an.
Wir hatten unser Hotel direkt am Alexanderplatz und machten uns kurz nach der Ankunft auf den Weg zur Marathonmesse am Flughafen Tempelhof.
Der altehrwürdige Flughafen ist ein besonderes Ambiente für eine Marathonmesse. Hier muss man den Veranstaltern einen Glückwunsch aussprechen, denn besser kann man solch ein Laufwochenende nicht starten. Das Kribbeln und die Vorfreude auf den Start stiegen immer weiter.
 
Am Samstag der Trainingslauf vom Schloss Charlottenburg ins Berliner Olympiastadion. Wir trafen dort auf eine größere Gruppe Borussiafans, die mit Trikots und Kopftüchern bestückt waren und liefen gemeinsam in den Tunnel des Stadions. Hier einmal den Wechselgesang „VFL“ rufen auch zu hören hatte was. Den Nachmittag haben wir zum Bummeln genutzt und uns noch ein wenig die Stadt angeschaut. Am Abend trafen wir noch ein paar Läufer aus dem Berliner Laufforum, natürlich in einem Restaurant direkt an der Strecke.
Sonntag der 26.09.10 7:00 Uhr die Nacht ist vorbei und es regnet. Um kurz vor 8 Uhr noch ein Treffen auf der Reichstagstreppe und es regnet. Dann zu den Gepäckzelten, der Weg in den Startblock, und es regnet. Es sieht nach meinem ersten Regenmarathon aus. Im Startblock, trotz Regen, die üblich gute Stimmung.
 
Dann kam etwas, wo niemand mit gerechnet hatte, anstatt die Läufer/innen in Stimmung zu bringen, wurde Beerdigungsmusik gespielt und die gute Stimmung war fast weg.
Eine Minute vor dem Start kam dann endlich das ersehnte Sirius von Alan Parson und man versuchte wieder Spannung aufzubauen. Es regnete immer noch.
 
 
Endlich ging es los und nach nur 3 Wochen Vorbereitung hatte ich mir kein großes Zeitziel gesetzt. 3:30 - 3:40h sollte es werden, und so begann ich sehr verhalten zu laufen. Es regnete immer noch, aber das war schon zu Fußballerzeiten mein Wetter. Das sogenannte Fritz-Walter-Wetter kam mir bei meinem Lauf entgegen.
 
Die ersten Kilometer liefen super und ich war sehr entspannt. Meine Familie sollte ich erst im Ziel sehen, um so überraschter war ich, dass sie mir plötzlich bei KM 10 zu riefen.  Gar nicht so einfach, einen einzelnen Läufer bei den Massen zu erkennen.
Natürlich lief ich wieder im Trikot der einzig wahren Borussia und wie erhofft brachte es mir auch einige Rufe ein.
Es lief hervorragend, wenn mich nicht meine Blase zu dem einen oder anderen Stopp gezwungen hätte. Westernhagen kreierte den Begriff „Konfirmandenblase“ in seinem Film „Theo gegen den Rest der Welt“, diese in meinem Alter? Bei km 24 der Stand vom Forumteam des SCC und ein paar bekannte Gesichter. Süß waren die beiden Kleinen, die so besorgt um mein Weiterlaufen waren. An dieser Stelle einen ganz lieben Gruß an Babs und noch mal alles Gute. Vielen Dank für das Erdinger!
 
Die letzten KM standen an und bis KM  38 lief es gut. Dann kam er doch noch, der Mann mit dem Hammer. Dieses Mal wollte ich meinen körperlichen Zustand mit ihm ausdiskutieren und wir einigten uns auf einen kleinen Spielzeughammer. Also ein wenig Tempo rausnehmen und Kraft sammeln für die letzten KM. Endlich war "Unter den Linden" erreicht und das Brandenburger Tor in Sicht. Dieses Mal wollte ich es genießen und animierte die Zuschauer zum Jubeln. Der Regen endete schon vor einigen KM  und so waren die Zuschauer besser drauf. Man war das Klasse, und so genoss ich die letzten Meter zum Tor und den Weg in den Zielbereich.
 
Im letzten Jahr hatte ich meine Frau auf der Tribüne übersehen, und dies sollte mir in diesem Jahr nicht passieren, also stoppte ich und erblickte sie auch sofort. Erst einmal ein paar Fotos und noch einmal das Publikum animieren.
War das klasse, der Zieleinlauf und der vierte Berlin Marathon und mein erster 2010 waren absolviert. Die Zielzeit liegt mit 3:40:56h noch im angepeilten Bereich.
 
Danke an den Veranstalter, aber an der Musik müsst ihr noch arbeiten.
 
 
 
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